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Element
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Nachweisreaktion
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Versuchsbeschreibung
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Abbildungen/Grafiken
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| Pb
(zum Nachweis von Bleiweiss,
Bleigelb, Neapelgelb, Chromgelb, Blei-Zinn-Gelb, Mennige) |
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Um z.B. Bleiweiss
nachzuweisen gibt es sehr verschiedene Methoden. Die einfachste
Methode, die aber an Probenmaterial von Kunstobjekten kaum durchführbar
ist, ist das Erhitzen (Propangasbrenner) auf einer Magnesiarinne
oder in einer Glaskapillare. Hier färbt sich das Pigment (ohne Bindemittel)
in der Hitze rot (Mennige Pb3O4) und beim Abkühlen entsteht eine
bleibende gelbe Verfärbung (PbO). Wird dieses Reaktionsprodukt in
Berührung mit Schwefelwasserstoff (H2S-Wasser) gebracht, so wandelt
sich dies in schwarzes Bleisulfid (PbS) um. Interessant ist, dass
beim Erhitzen von Bleiweiss mit Bindemittelanteil, dieser als Reduktionsmittel
dient und im Glührückstand elementares Blei zu finden ist. Die Löslichkeit
in verdünnten Mineralsäuren ist mit einer heftigen CO2-Entwicklung
verbunden, wobei im kalten Zustand meist ein weisser Rückstand verbleibt.
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Bleinitratnachweis
(510KB)
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Salpeterlösliche
Bleipigmentproben, wie z.B. Bleiweiss, können nach dem Lösen
unter leichter Wärmezufuhr auskristallisiert werden und es entstehen
Bleinitratkristalle mit charakteristischen Aspekt. Im Tropfrandbereich,
von wo die Auskristallisierung beginnt, werden speerartige Kristalle
sichtbar (linke Abb.).
Allerdings ist diese Reaktion nur als Vorprobe zu verstehen, die nur
einen Hinweis auf vorhandenes Blei gibt. |

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Nachweis
mit Thioharnstoff |
Der
Rückstand aus der vorherbeschriebenen Reaktion wird mit einem
Tropfen Salpetersäure aufgenommen und mit einigen Thioharnstoffkristallen
versetzt. Nach kurzer Zeit bilden sich von den noch nicht vollständig
gelösten Kristallen weg, feine lange Nadeln mit hoher Doppelbrechung. |
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Nachweis
mit Kaliumiodid |
Beim
Nachweis mit Kaliumiodid, wird die Probe zuvor in verdünnter
Salzsäure gelöst und vorsichtig bis zur Kristallisation
eingedampft. Der Rückstand wird mit einem Tropfen Wasser aufgenommen
und anschliessend mit einem Kristall Kaliumiodid versetzt. Es entstehen
nach kurzer Zeit gelbe hexagonale Blättchen (PbI2), die zwischen
gekreuzten Polarisatoren hohe Interferenzfarben zeigen. Nach einiger
Zeit kommt es zur Wiederauflösung der anfänglich gelben
Kristalle und es entsteht das farblose Kaliumtetraiodidplumbat(II). |
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Tripelnitritreaktion |
Die
Fällung von schwarzen kubischen Kristallen bei der Tripelnitritreaktion,
lässt sich nicht nur für Kupfer, sondern auch für den
Nachweis von Blei anwenden. Hier muss nur die Bleiacetatlösung durch
eine Kupferacetatlösung ersetzt werden. Die in konz. Salpetersäure
gelöste Probe wird vorsichtig eingedampft und der Rückstand mit einer
1%igen Kupferacetatlösung aufgenommen und nochmals bis zur Trockene
eingedampft. Mit dem zubereiteten Nitritreagenz aus einem Tropfen
30%iger KNO2-Lösung und einem Tropfen Natriumacetat/Essigsäure- Pufferlösung
wird der erkaltete Rückstand benetzt und es entstehen innerhalb von
3 bis 5 Minuten schwarz gefärbte Kuben des Tripelnitrits (K2PbCu(NO2)6). |
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| Hg
(zum Nachweis von Zinnober) |
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Quecksilberchloridnachweis |
Beim
Erhitzen von Zinnober auf maximal 320°C tritt eine reversible Schwarzfärbung
auf, die nach dem Erkalten wieder in das ursprüngliche Rot übergeht.
Dies war schon im Mittelalter eine zweckmässige Methode um Zinnober
einzugrenzen. Bei höheren Temperaturen (um 500°C) sublimiert und zersetzt
es sich. Zinnober ist in Alkalien und konzentrierten Säuren (mit Einschränkung)
unlöslich. Lediglich Königswasser löst Zinnober beim Erwärmen. Als
Rückstand bleibt weisses kristallines Quecksilberchlorid (HgCl2),
das sich zu dendritischen Aggregaten zusammenlagert. |
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Nachweis
als elementares Hg |
Der
Nachweis des Quecksilber im Zinnober ist sehr spezifisch, da es kein
anderes gebräuchliches Pigment mit elementaren Quecksilber gibt. Hier
wird eine Glaskapillare so präpariert, dass einige Partikel Zinnober
zwischen zwei Polstern von Eisenpulver (ferrum reductum) ca. 1 cm
weit vom Kapillarende eingeschoben werden. Das Ende wird nun abgeschmolzen
und das Substanzpaket wird anschliessend bis zur Rotglut (in der heissen
Propanbrennerflamme) erhitzt. Der Zinnober wird reduziert (Reduktion
von Zinnober: 2HgS + Fe 2Hg + FeS2) und das entstehende Quecksilber
kondensiert an den kälteren Teilen der Kapillare ab. Unter dem Mikroskop
sind die kleinen, reflektierenden Quecksilberkügelchen gut zu erkennen.
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Quecksilberiodidnachweis |
Die
Steigerung der Empfindlichkeit dieser Nachweisreaktion ist durch die
Reaktion mit Iod möglich. Hierzu wird in das offene Ende der Kapillare
ein Kristall Iod präpariert und schrittweise bis zu dem Bereich des
zu detektierenden Quecksilbers sublimiert. In diesem Bereich wandelt
sich das Quecksilber in rotes bzw. orangefarbenes Quecksilberiodid
(HgI2) um und kristallisiert sehr charakteristisch in dendritischer
Form aus. |
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Nachweis
mit Diphenyl-carbazon |
Ein weiterer
Test auf Quecksilber ist der Nachweis mit Diphenylcarbazon. Zinnober
wird in Königswasser gelöst und vorsichtig eingedampft. Der weisse
Rückstand wird mit einem Tropfen Salpetersäure aufgenommen und auf
ein präpariertes Filterpapier aufgetragen. Dieses wurde zuvor mit
einem Tropfen 1%iger Lösung von Diphenylcarbazon in Ethanol leicht
befeuchtet. Ein violetter bis blauer (abhängig von der Hg-Menge)
Fleck an der Auftragsstelle identifiziert Quecksilber.
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Aluminium-Aktivierung |
Um
auch noch sehr geringe Mengen Quecksilber zu identifizieren, kann
durch Aluminium-Aktivierung ein einfacher Nachweis durchgeführt werden.
Nach dem Lösen der Probe (wiederum mit Königswasser) und dem vorsichtigen
Eindampfen, wird der kristalline Rückstand mit einem Tropfen Wasser
aufgenommen. Die Probelösung wird nun auf eine präparierte Aluminiumfolie
aufgetragen. Diese wurde zuvor auf einer Seite mit feinem Schleifpapier
aufgerauht und anschliessend kurz mit Natronlauge angeätzt, gespült
und getrocknet. Nach dem Verdunsten des Wassers kann unter dem Mikroskop
die Bildung von Aluminiumhydroxid beobachtet werden. Die dendritischen
Kristalle sind in ständiger Bewegung und die Reaktion verläuft bis
zum vollständigen 'Verzehr' der Folie an dieser, mit der Lösung in
Berührung gekommenen Stelle. |
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| Cu
(zum Nachweis von Malachit, Azurit,
Grünspan) |
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Malachit
z.B. ist in verdünnten Mineralsäuren unter z.T. heftiger CO2-Entwicklung
gut löslich. Die CO2-Entwicklung gibt einen Hinweis auf Carbonate,
wodurch bei diesen Vorproben schon zwischen anderen Grünpigmenten
differenziert werden kann. Die Lösung hat in den meisten Fällen eine
grünlich-blaue Farbe. |
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Nachweis mit
Kaliumhexacyanoferrat(II)
(479KB)
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Ein
einfacher Kupfernachweis ist der Nachweis mit Kaliumhexacyanoferrat
(II) (K4[Fe(CN)6]). Die zuvor in Salpetersäure gelöste Pigmentprobe
wird mit einem Tropfen der in Wasser gelösten Reagenzlösung, das auch
'gelbes Blutlaugensalz' genannt wird, versetzt. Bei Anwesenheit von
Kupfer bildet sich spontan eine hautartige, rot-braune Ausflockung
von Kupfer(II)-hexacyanoferrat(II). |
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Nachweis
mit Ammonium-tetracyanomercurat(II) |
Mit
Zinksulfatlösung und Ammonium-tetracyanomercurat(II) erhält man Mischkristalle
von Zn[Hg(SCN)4] und Cu[Hg(SCN)4]. Die Pigmentprobe wird in Salpetersäure
gelöst und anschliessend mit einem Tropfen Zinkchloridlösung, einem
Tropfen Schwefelsäure und einem Tropfen Reagenzlösung versetzt. Es
bildet sich zunächst eine weisse Fällung (dendritische Gewächse) Zn[Hg(SCN)4],
die aber durch anwesendes Kupfer violett gefärbt wird. Unter dem Mikroskop
sind ausserdem gelbe nadelförmige Kristalle, die sich sternförmig
zusammenlagern zu erkennen. |
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Tripelnitritreaktion |
Durch
die Tripelnitritreaktion können ebenfalls Cu2+-Ionen nachgewiesen
werden. Dazu wird die Probe in Salpetersäure gelöst und vorsichtig
eingedampft. Der Rückstand wird mit einer Bleiacetatlösung aufgenommen
und nochmals bis zur Trockene eingedampft. Während des Erkaltens wird
auf einem anderen Objekträger das Nitritreagenz zubereitet. Dazu wird
je ein Pipettentropfen 30%ige KNO2-Lösung und Natriumacetat/ Essigsäure-Pufferlösung
vermischt und mit einer Kapillare aufgenommen. Der erkaltete Rückstand
wird mit diesem Reagenz benetzt und es entstehen bei günstigen Bedingungen
innerhalb von 3 bis 5 Minuten braun/schwarze z.T. recht grosse kubischen
Kristalle von K2[PbCu(NO2)6]. |
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Tüpfelreaktion |
Bei
der Tüpfelreaktion wird die Probe in Salzsäure gelöst und die Probelösung
auf ein Filterpapier aufgetragen. Die Auftragsstelle wird anschliessend
über den Hals einer geöffneten Flasche mit konz. Ammoniak gehalten.
Zeitgleich wird ein Tropfen 1%iger alkoholischer Rubeanwasserstofflösung
aufgetragen und es entsteht bei Anwesenheit von Kupfer ein olivgrüner
Fleck. |
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Boraxperlenreaktion
(Vorprobe) |
Das
Magnesiastäbchen wird an einem Ende gelinde erhitzt. Mit diesem
heissen Ende wird das Boraxgemisch vom Objektträger durch Drehen
des Stäbchens langsam aufgenommen und immer wieder im unteren
Saum der Brennerflamme (Oxidationsflamme) erschmolzen. Die Pigmentpartikel
müssen während dieses Vorganges mit aufgenommen und gleichzeitig
aufgeschmolzen werden. Im erkalteten Zustand zeigt die Perle bei Anwesenheit
von Kupfer eine vom Kupfergehalt abhängige schwach bläuliche
bis kräftig türkisblaue Färbung.
In der Abbildung sind rote Bereiche von Kupfer(II)oxid und
Reste von Kupfer zu erkennen. Spuren von Zinnverbindungen färben
die durch Kupfer in der Oxidationsflamme blaugefärbte Boraxperle
in der Reduktionsflamme rubinrot (rechte Abb.). |
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| Zn
(zum Nachweis von Zinkweiss, Lithopone) |
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Nachweis
mit Ammonium-tetracyanomercurat(II)
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Die
Pigmentprobe wird mit einem Mikrotropfen verdünnter (2 molarer)
Schwefelsäure auf einem Objekträger gelöst. Die so
entstandene Zinksulfatlösung wird nun mit der Reagenzlösung
(Ammoniumtetracyanomercurat(II)) versetzt und es entstehen schnell
sternenförmige Mischkristalle des schwerlöslichen Zink-Thiocyanatomercurat
(Zn[Hg(SCN)4]). |
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| Co
(zum Nachweis von Cobaltblau, Cobaltgrün,
Smalte) |
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Nachweis
mit Ammonium-tetracyanomercurat(II) |
Der
Zink(ionen)-Nachweis kann gleichzeitig als Cobalt(ionen)-Nachweis
modifiziert werden. Hierzu wird die Probe mit einem Mikrotropfen verdünnter
(2 molarer) Schwefelsäure auf einem Objekträger gelöst.
Die Probelösung wird mit einem Tropfen Zn2+ - Lösung und
einem Tropfen Reagenzlösung versetzt. Es entstehen (z.T. erst
nach einiger Zeit) blaue (je nach Co-Anteil) nadelförmige Mischkristalle
von Zink- und Cobalttetrathiocyanomercurat(II), die sich zu sternenförmigen
Aggregaten zusammenlagern. Cu und Cd, an Stelle von Co, bilden ebenfalls
mit Zn Thiocyanatomercurat-Mischkristalle. |
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Aufschluss
von Smalte |
Die
Pigmentprobe wird in einem Teflonbehälter mit einer Spatelspitze
Kaliumfluorid oder Natriumfluorid und 1-2 Tropfen konz. Schwefelsäure
erwärmt und aufgelöst. Vorteilhaft ist es Kaliumfluorid
und Schwefelsäure ab und zu 'nachzulegen'. Nach dem Lösen
wird die Probe zentrifugiert, sodass eine klare Lösung entsteht.
Nach dem Verdünnen lässt sich in der entstandenen Lösung
der Cobaltnachweis durchführen. |
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| Fe
(zum Nachweis von nat. Erdpigmente,
Preussischblau) |
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Fe(SCN)3-Farbreaktion
(439KB)
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Die
Pigmentprobe wird in verdünnter (2 molarer) Salzsäure auf
einem Objekträger gelöst. Nach Zugabe von einem Mikrotropfen
1N KSCN-Lösung und bei Anwesenheit von Fe3+ kommt es zu einem
roten (vom Fe-Gehalt abhängig) Niederschlag von Eisen(III)-thiocyanat.
Wird dagegen K4Fe(CN)6 der salzsauren Probelösung zugegeben,
so entsteht ein intensiv blauer Niederschlag. |
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| Ca
(zum Nachweis von Gips, Kreide) |
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Mit Hilfe der
Kristallfällung lässt sich Gips relativ sicher nachweisen. Die Probe
wird auf einem Objektträger neben einem Tropfen verdünnter (2 molarer)
Salzsäure plaziert. Bei der Überführung der Probe in den Flüssigkeitstropfen
darf weder eine CO2- Gasentwicklung enstehen, noch darf sich die
Probe vollständig auflösen. (anwesende Bindemittel sind zu beachten)
Diese Vorprobe ist bei der Unterscheidung zwischen anderen Grundierungsmaterialien,
wie zum Beispiel Kreide, sehr wichtig. Nach dem Erwärmen und vollständigen
Auflösen der Probe wird diese abgekühlt und unter dem Mikroskop
beobachtet. Bilden sich nach kurzer Zeit vom Rand her charakteristische
Kristallnadeln, zum Teil auch in typischer Doppelfächerform, so
ist Calcium anwesend. Die auskristallisierten Nadeln sind Calciumsulfat-Dihydrat.
Beim Sulfatnachweis
wird die Probe in Salzsäure gekocht und anschliessend abgefiltert.
Zum Filtrat wird eine Bariumchlorid-Lösung zugegeben. Bei Anwesenheit
von Sulfat bildet sich weisses unlösliches Bariumsulfat. Löst
sich die Probe allerdings unter heftiger CO2-Entwicklung vollständig
auf und entstehen erst nach Zugabe von Schwefelsäure chrakteristische
Gipsnadeln, so handelt es sich um Kreide (Carbonat-Nachweis). (Linke
Abb. zeigt die Gipskristalle (z.T. Doppelfächerform) im norm.
pol. Licht. Rechte Abb. bei gekreuzten Polarisatoren.)
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| Na
(zum Nachweis von Ultramarin) |
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Nachweis
mit Uranyl Acetat |
Der
Natriumanteil im Ultramarin kann mit Uranyl Acetat nachgewiesen werden.
Hierzu wird die Probe mit verdünnter Salzsäure versetzt ('Entfärbung')
und vorsichtig eingedampft. Bei dieser Zersetzung entsteht ausserdem
Schwefelwasserstoff (H2S), der am markanten Geruch gut zu identifizieren
ist. Nach dem Abkühlen wird ein Tropfen der Reagenzlösung so hinzugefügt,
dass er den Rückstand möglichst ganz bedeckt. Das Reagenz wird zuvor
aus einer gesättigten Lösung Uranylacetat (UO2(CH3COO)2·2H2O) mit
6N Essigsäure und dann nochmals mit dem gleichen Volumen der Essigsäure
frisch angesetzt. Unter dem Mikroskop können nach einigen Minuten
bei der Anwesenheit von Natrium hellgelbe Einzeltetraeder (Pyramiden)
der Form (Na(CH3COO)2·UO2(CH3COO)2) , die vom Rand her zu wachsen
beginnen, beobachtet werden. Dieser Nachweis ist für das natürliche
wie auch für das synthetische Ultramarin gleichermassen anzuwenden.
Die Unterscheidung der unterschiedlichen Formen ist in der Mikrochemie
nicht möglich, da sie chemisch identisch sind. |

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